Hans-Georg Schmidt von Altenstadt, 1904-1944: Eine Familie erforscht nach 70 Jahren Leben und Schicksal eines deutschen Offiziers Urlich Schmidt von Altenstadt

ISBN:

Published: May 24th 2014

Paperback

80 pages


Description

Hans-Georg Schmidt von Altenstadt, 1904-1944: Eine Familie erforscht nach 70 Jahren Leben und Schicksal eines deutschen Offiziers  by  Urlich Schmidt von Altenstadt

Hans-Georg Schmidt von Altenstadt, 1904-1944: Eine Familie erforscht nach 70 Jahren Leben und Schicksal eines deutschen Offiziers by Urlich Schmidt von Altenstadt
May 24th 2014 | Paperback | PDF, EPUB, FB2, DjVu, audiobook, mp3, ZIP | 80 pages | ISBN: | 9.71 Mb

Das Buch ist die (späte) Biographie eines Berufsoffiziers -unseres Onkels und Großvaters- der im Laufe von Hitlers Vernichtungskrieg im Osten zum Gegner des „Führers“, zum Freund des Grafen Stauffenberg und zum Unterstützer des militärischen Widerstandes wurde.

Den hat er offensichtlich selbst in Jahren, da er an anderen Fronten, zuletzt bei Monte Cassino als Generalstabschef eines Panzerkorps eingesetzt war, aktiv betrieben. Sein plötzlicher Tod, wenige Tage nach dem mißlungenen Attentat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.Das Chaos des Kriegsendes, die Vertreibung der Familie aus Ostpreußen und der Verlust zunächst aller Lebensgrundlagen ließen Lebenslauf und Schicksal des zuletzt Generalmajors Hans-Georg Schmidt von Altenstadt bis zu dem Zeitpunkt unerforscht, da sein Enkel Christoph Bauer im Katalog der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ von Jan Philipp Reemtsma das Bild seines ihm eigentlich bis dahin persönlich unbekannten Großvaters zusammen mit der Anschuldigung entdeckte, dieser sei am Tode von 23.000 Juden in der Ukraine 1941 mitschuldig.

Das war der Anlass für die Recherchen, mit dem überraschenden Ergebnis, dass Schmidt von Altenstadt in zahlreichen Biografien von Zeitgenossen - wie der des späteren Botschafters v. Herwarth bis zu der des Generals von Senger und Etterlin, sowohl als Akteur, als auch mit Zitaten von persönlichen Aussagen erwähnt wird. Zwar hatte Ulrich Schmidt von Altenstadt, Autor dieses Buches, als Kind und Jugendlicher seinen „Onkel Hans“ in Ostpreußen häufiger gesehen, auch seine klare und scharfe Kritik an den von Hitler und Himmler befohlenen Maßnahmen mit angehört, aber erst im Fortgang der Recherche das dünne Eis solcher Äußerungen und ihre Hintergründe ermessen können.

Eine womöglich billigende Zustimmung zur Tötung von Juden schied schon aus dieser Erinnerung an den Onkel aus. Aus den Berichten der Zeitzeugen wird vielmehr die menschliche Tragik eines Offiziers deutlich, der Verantwortung nicht nur für die Truppe sondern auch für die Zivilbevölkerung und Kriegsgefangene in der Ukraine zu tragen hatte - bei schwerem Mangel an Ressourcen einerseits und rücksichtslosen wie widersinnigen Befehlen der Obersten Reichsführung andererseits.Für interessierte Leser ein weiterer „Bericht aus Hitlers Mahlwerk“, für die Familie die Rekonstruktion einer bis dahin unbekannt gebliebenen Persönlichkeit.



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